CampusPlus

Digital Detox

Die meisten von uns verbringen täglich mehrere Stunden am Tag am Smartphone, überbrücken Wartezeiten mit WhatsApp-Nachrichten, Instagram oder Handyspielen und greifen auch während anderer Tätigkeiten wie Essen oder Online-Seminaren zu ihrem Handy. Und auch Vorlesungen oder Recherchen für Referate und Seminare finden zum Großteil online statt.

Aber was macht das eigentlich mit uns? Kann der ständige Konsum digitaler Medien und vom Smartphone negative Folgen für uns haben? Und was würden wir eigentlich mit der ganzen Zeit machen, wenn wir sie nicht am Handy verbringen würden?     

Genau um diese Fragen geht's im Folgenden. Wir möchten informieren und motivieren, das Handy auch mal wegzulegen. Wie das gehen kann, erfährst du hier.

Was kann digitaler Stress für Auswirkungen haben?

Digital Geräte begleiten uns tagtäglich und machen viele Dinge wie z.B. Online-Vorlesungen oder Skypen mit Freunden möglich. Neben den Chancen bringen sie aber auch Nachteile und Risiken mit sich. So können digitale Medien zu sogenanntem digitalem Stress führen. Digitaler Stress entsteht durch Belastungen, die mit der Nutzung digitaler Geräte einhergehen. Eine Studie von PräDiTec (Gimpel, 2019) hat insgesamt 12 Belastungsfaktoren identifiziert, die beim Arbeiten mit digitalen Geräten auftreten können. Dabei werden Faktoren wie

  • Informations-Überflutung
  • Unzuverlässigkeit der Technik
  • eine ständige Dauer- und Omnipräsenz und
  • die Angst, zu einer „gläsernen Person“ zu werden, genannt.   

Und genau diese Belastungsfaktoren können sich negativ auf uns und unsere Gesundheit haben. So geht hoher digitaler Stress beispielsweise mit einer reduzierten Arbeitsleistung und -zufriedenheit einher und kann zu emotionaler Erschöpfung führen. Welche Auswirkungen ein hoher digitaler Stress auf unseren Körper haben kann, seht ihr auf den nachfolgenden Bildern.  

Problematischer Smartphonekonsum

Neben digitalem Stress kann sich auch ein zu häufiger Smartphonekonsum negativ auf deine Gesundheit auswirken. Klick dich durch die Bilder, um zu erfahren, welche Folgen es haben kann, wenn du zu viel Zeit an deinem Smartphone verbringst und teste, ob du selbst einen problematischen Konsum hast.

Hast du einen problematischen Smartphonekonsum? Mach den Test!

Möchtest du wissen, wie abhängig du von deinem Smartphone bist? Mithilfe von nur zehn Fragen kannst du herausfinden, ob dein Smartphonekonsum problematisch oder im Rahmen ist. Der Fragebogen ist ein validiertes Messinstrument, das von koreanischen Wissenschaftler:innen entwickelt worden ist (Kwon, Kim, Cho & Yang, 2013). Den Test kannst du unter folgendem Link machen:



https://digitaldetoxcampusplus.honestly.de/

 

Bitte achte beim Ausfüllen des Tests darauf, dass du dir die Punkte, die du pro Frage bekommst, selbst notierst. Du brauchst sie am Ende für die Auswertung.

Du hast sowohl bei Android (ab Version 9) als auch bei iOS die Möglichkeit, deinen Smartphone-Konsum zu überprüfen. Dabei kannst du dir deine tägliche Bildschirmzeit und deine Entsperrungen anzeigen lassen und auch Timer für Apps oder bestimmte Ruhephasen einrichten. Du kannst dir z.B. auch ein tägliches Bildschirmzeit-Ziel setzen. Wie genau das geht, zeigen wir dir in den folgenden Videos.

Bildschirmzeit Android

Bildschirmzeit iOS

Wussest du, dass...? - Ein paar Fakten zum problematischen Konsum

Digital Detox - Wer macht's?

Was kannst du mit der gewonnenen Zeit machen?

Stell dir vor, du hättest eine Stunde pro Tag zur freien Verfügung, die du durch digital detox einsparst. Was könntest du damit machen…?

8 Tipps zum erfolgreichen Digital Detox

Würdest du Digital Detox auch gerne mal ausprobieren, weißt aber nicht, wie du anfangen sollst? Mit unseren acht Tipps kannst du dir ein paar Inspirationen holen und damit deine Digital Detox-Zeit starten. Und denk dran: Digital Detox bedeutet nicht, dass du dein Smartphone jetzt für die nächsten vier Wochen wegpacken musst. Digital Detox kann auch schon in deutlich kleinerem Rahmen stattfinden und sich positiv auf dich auswirken. Versuche es zu Beginn zum Beispiel einfach mal mit ein paar handyfreien Stunden. Viel Spaß beim Ausprobieren!

Selbstversuch Digital Detox

Das ganze Digital Detox-Thema klingt für dich noch sehr abstrakt und schwer umzusetzen? Anna aus unserem Studi-Team hat eine Woche lang komplett auf alle digitalen Geräte verzichtet. Von ihren Erfahrungen damit berichtet sie in ihrem Videotagebuch:

  • App Annie (2020). State of Mobile 2020. Zum Herunterladen unter https://www.appannie.com/de/go/state-of-mobile-2020/. Zugriff zuletzt am 02.03.21.
  • Bitkom Research (2020). Digital Detox fällt während Corona besonders schwer. Zugriff zuletzt am 02.03.21 unter https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Digital-Detox-faellt-waehrend-Corona-besonders-schwer.
  • Däfler, M.-N. (2018). Gib mir Geduld - aber flott! 222 Anregungen für mehr Gelassenheit und weniger Stress. S. 43 - 51. 2. Auflage. Wiesbaden: Springer Verlag.
  • Deloitte (Hrsg.) (2020). Deloitte Global Mobile Consumer Survey. Zum Herunterladen unter https://www2.deloitte.com/de/de/pages/technology-media-and-telecommunications/articles/global-mobile-consumer-survey-deloitte-deutschland.html. Zugriff zuletzt am 02.03.21.
  • Gimpel, H., Lanzl, J., Regal, C., Urbach, N., Wischniewski, S., Tegtmeier, P., Kreilos, M., Kühlmann, T., Becker, J., Eimecke, J., Derra, N. D. (2019). Gesund digital arbeiten?! Eine Studie zu digitalem Stress in Deutschland. Augsburg: Projektgruppe Wirtschaftsinformatik des Fraunhofer FIT. doi.org/10.24406/fit-n-562039
  • Grant, J., Lust, K. & Chamberlain, S. (2019). Problematic smartphone use associated with greater alcohol consumption, mental health issues, poorer academic performance and impulsivity. Journal of behavioural addiction, 8 (2), S. 335-2342.
  • Haug, S., Casto, R., Kwon, M., Filler, A., Kowatsch, T. & Schaub, M. (2015). Smartphone use and smartphone addiction among young people in Switzerland. Journal of Behavioural Addictions 4 (4), S. 299-307.
  • Kwon, M., Kim, D.-J-, Cho, H. & Yang, S. (2013). The Smartphone Addiction Scale: Development and Validation of a Short Version for Adolescents. PLoS One 8 (12), e83558.
  • Otto, D. (2016). Digital Detox. Wie Sie entspannt mit Handy & Co. leben. Berlin, Heidelberg: Springer-Verlag.
  • Welledits, V., Schmidkonz, C. & Kraft, P. (2020). Digital Detox im Arbeitsleben. Methoden und Empfehlungen für einen gesunden Einsatz von Technologien. Wiesbaden: Springer Verlag.
Zum Seitenanfang